Martin-Luther-Kirche
Ev. Kirchengemeinde Plettenberg nicht nur sonntags!

Sie sind hier: 50 Jahre Martin-Luther-Kirche

  • Bariton Eike Wilm Schulte brachte Kirchengemeinde Elsetal und MGV Geld mit
       (Süderländer Tageblatt vom 20.01.2009)
  • Süderländer Tageblatt zum Weihnachtskonzert mit Eike Wilm Schulte
  • Westfälische Rundschau zum Weihnachtskonzert mit Eike Wilm Schulte
  • Zurückgeblättert im ST-Archiv 01. Dezember 1958
  • Bericht aus dem Süderländer Tageblatt
  • Einladung zum Jubiläums-Gottesdienst
  • Grusswort von Oberkirchenrätin Doris Damke
  • Grusswort von Superintendent Klaus Majoress
  • Grusswort von Bürgermeister Klaus Müller
  • Grusswort von Reinhard Linke
  • 09.11.2008: Gospelzug donnerte durch das Kirchenschiff
  • 08.11.2008: Uwe Lal nahm Kinder und Eltern mit auf eine Reise in die bunte Liederwelt

  • Unterwegs nach Holthausen, mit zwei Schecks im Gepäck

    Bariton Eike Wilm Schulte brachte Kirchengemeinde Elsetal und MGV Geld mit


    Über eine Spende können sich nun die Evangelische Kirchengemeinde im Elsetal und der Männergesangverein Holthausen freuen. Bariton Eike Wilm Schulte überließ ihnen nämlich die Einnahmen aus seinen beiden Adventskonzerten.

    Der gebürtige Plettenberger Schulte brachte der Kirchengemeinde und den Sängern gestern zwei Schecks über je 2 500 Euro mit.
    Das Treffen fand in der Martin-Luther-Kirche in Holthausen statt. Diese wurde kürzlich aufwendig saniert und "kräftig auf Vordermann gebracht", so Wolfgang Plaga, pensionierter Pfarrer der Ev. Kirchengemeinde Plettenberg.
    Er nahm gestern auch den Scheck entgegen. "Wir freuen uns riesig über den Betrag und können ihn für die Rechnungen der Kirchensanierung gebrauchen." Denn in die Arbeiten sei deutlich mehr Geld geflossen als ursprünglich veranschlagt.

    Auch der Männergesangverein Holthausen ist dankbar über die Spende: "Eike Wilm Schulte hat uns ein tolles Geschenk gemacht", so Vorsitzender Horst Walschus. "Wir können jetzt neue Notenblätter kaufen für unsere Proben. Das ist klasse!"

    Nun freuen sich die Mitglieder des Männergesangverein und der weltberühmte Bariton auf die Feierlichkeiten zum 130-jährigen Bestehen des MGV Holthausen im kommenden Jahr. Am 16. Oktober 2010 gibt es eine "musikalische Weinprobe" in der Schützenhalle. "Der Plan steht, die Halle ist gemietet. Jetzt können die Proben beginnen", so Horst Walschus.
    Eike Wilm Schulte zum Jubiläum begrüßen zu können sei ein Ereignis, auf das sich alle freuten. fa

    Süderländer Tageblatt vom 20.01.2009



    Weltweit wirkender Bariton auch ein fesselnder Erzähler

    Eike Wilm Schulte zog in zwei Konzerten die Zuhörer in der Martin-Luther-Kirche in seinen Bann. MGV Holthausen bescherte Träume unterm Christbaum

    Von Ursula Neukirch

    Die Nachfrage nach den Eintrittskarten war gewaltig. So gewaltig, dass s am Sonntag in der Holthauser Martin-Luther-Kirche gleich zwei identische Konzerte mit dem gebürtigen Plettenberger Bariton Eike Wilm Schulte gab. Unter frohem Glockengeläut und lieblich-weihnachtlichen Klängen einer Orgelvariation von Raynor Taylor über den Choral "Herbei, o, ihr Gläubigen" zog der Männergesangsverein (MGV) Holthausen 1880 mit seinem Chorleiter Herbert Wilberg am Sonntagabend in die Martin-Luther-Kirche ein. Mit dem weltweit wirkenden Bariton Eike-Wilm Schulte war vor einem Jahr dieses Konzert geplant worden - zum 50-jährigen Jubiläum des Gotteshauses und dessen Renovierung.

    PLETTENBERG Bekannt ist die Martin-Luther-Kirche ja für ihre gut hörbare Akustik für das Wort, aber für Musik herrscht eine große Trockenheit vor. Würden der Männerchor, der Solo-Bariton und die Pianistin den Raum zum Klingen bringen? Der Raumakustiker Uwe Stephenson berechnet die Schallenergieverhältnisse mit der "cosinus-Funktion des Einfallswinkels" des Seitenschalls (aus der Statistik abgeleitete "Sabine'sche" Formel), "... was das erwünschte Gefühl des Umhülltseins erzeugt". Erika Le Roux konnte durch ihr transparent ausgedeutetes Orgelspiel von vornherein auf den Seitenschall verzichten! Pfarrer Wolfgang Plaga begrüßte Künstler und Gäste als "Hörer und Adressaten in der Erwartung Gottes - Gott kommt, ein Gerechter und Helfer". Den Konzertsponsor Eike-Wilm Schulte nannte er als "in der Welt zuhause und nie die Wurzeln verleugnend!"
    Erika Le Roux hatte inzwischen zum Jahrzehnte gedient habenden Kleinklavier gewechselt und legte ihre ganze Vortragskunst in ihr Spiel auf dem sich sträubenden Instrument. Es erklang eine Kantate zum vierten Advent von Werner Goedecke mit Weihnachtsliedern für Männerchor aus dem 14. und 17. Jahrhundert, beginnend mit dem altbekannten "O, Heiland, reiß den Himmel auf" bis zu "Nun singet und seid froh" - einfühlsam gesungen von den Herren mit deutlicher Aussprache.
    Eine liebenswürdige Einleitung auf dem Klavier hatte Josef Rheinberger zum Chorsatz mit Bariton "Die Hirten: O, segne die Weide, Schöpfer der Welt" in seiner Weihnachtskantate komponiert.

    Eike Wilm Schulte umarmte die Akustik

    Mit den tiefsten Bässen setzte wohltuend der Chor ein, der die Lautstärkeabstufungen fein beachtete. Hier schon hatte Eike Wilm Schulte die sperrige Akustik umarmt und entführte die Hörer mit seinem wohllautenden Bariton auf die nächtlichen bethlehemitischen Weiden der Hirten.
    Es folgten drei entzückende Chorsätze europäischer Weihnachtslieder, volkstümlich anmutend mit ihrem kindlich zuversichtlich-vertrauenden Ductus. Klar setzten die Bässe bei dem fugenartigen Aufbau von "Freu dich, Erd und Sternenzelt" ein, die anderen Stimmen führten durchsichtig weiter bis in eine sehr sensible Koda.
    Vor dem Liederblock mit den von Martin Luther getexteten Weihnachtsliedern erläuterte Eike Wilm Schulte die Entstehung des Brauchtums mit dem immergrünen Tannenbaum, das Johann Wolfgang von Goethe in seinem "Leiden des jungen Werther" weiterführt. In der Choralkantate "Vom Himmel hoch, da komm ich her" von Felix Mendelssohn-Bartholdy wird das wunderschöne Bariton-Arioso mit Akkordeon angekündigt: Eike-Wilm Schulte deutete "Es ist der Herr Christ, unser Gott" strahlend aus. Der MGV Holthausen 1880 überzeugte mit der Sichtbarmachung des Verkündigungsengels und den himmlischen Heerscharen, von Erika Le Roux meisterlich interpretiert begleitet. Meisterlich musikalisch bewies sie dem verdienstvollen Tasteninstrument ihre Dominanz bei den bekannten "Weihnachtlichen Variationen" mit brillanten Läufen von Wolfgang Amadeus Mozart, landläufig bekannt unter "Morgen kommt der Weihnachtsmann" _ wieder mit brillanter Wiedergabe. Was entzückte mehr: Die kompositorischen Einfälle Mozarts oder das Spiel von Erika Le Roux und _ die winzige Verzögerung in einem der letzten Takte?
    Ein überzeugender Botschafter war Eike-Wilm Schulte mit seinem im "mf" beginnenden "Halleluja, singet dem Herrn" von Georg Friedrich Händel, das er zum "forte" steigerte, zu einer gelungenen, glaubhaften Verkündigung.
    Vollends strahlend und "das erwünschte Gefühl des Umhülltseins" brachten Chor, Solist und Piano mit "O Holy Night" von Adolphe Adams und dem in die U-Musik reichenden "White Christmas" von Irving Berlin - mögen E-Musiker es auch noch so sehr belächeln! Eike Wilm Schultes Berufserfahrung auf den Opern-Bühnen der Welt und sein wohllautendes Timbre kamen voll zur Geltung. Der Chor war kongenialer Partner mit überzeugendem Einsatz und einfühlsamem Vortrag. In "sichtbaren Tönen" durch exakten, disziplinierten Anschlag ließ Erika Le Roux aus den Klaviertasten die Schneeflocken herabrieseln!
    Mit dem Spiritual "Komm, Heil'ge Nacht" von Hans Siegler mit Text von Eike Wilm Schulte entführten die Interpreten die Zuhörer auf die Baumwollfelder der amerikanischen Südstaaten.

    Chor machte Schnee-Landschaft sichtbar

    Meisterlich war der Bariton-Vortrag von "Und wieder ist Weihnacht" (Komposition Willi Leitner). Der Chor machte mit dem wunderschönen, nicht einfachen Chorsatz "Träume unterm Christbaum" von Robert Stolz unser verschneites Sauerland sichtbar. Als in Bann ziehender, fesselnder Vorleser und Erzähler erwies sich Eike Wilm Schulte, als er mit Bühnenstimme aus dem Buch "Der kleine Prinz" von Antoine de Saint-Exupery vortrug.
    Chor, Bariton und Klavier beschlossen das Konzert mit einem Satz von Robert Stolz, dem bekannten "Es blüht eine Rose zur Weihnachtszeit". Die Zugabe war "Komm, o, komm du Heil'ge Nacht". An Chorleiter Herbert Wilberg ging ein herzlicher Dank für seine große Mühe und Arbeit. Ein Gebet und das gemeinsam gesungene Weihnachtslied "O, du fröhliche, o, du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit" ließen das erste Konzert akustisch verklingen. Herz, Seele und Geist der Besucher wird es stärken und als wunderschönes Geschenk der Ausführenden des Jahres 2008 in der Erinnerung der Zuhörer bleiben _ mit der Hoffnung auf ein weiteres im kommenden Jahr!
    Beide am Sonntag angesetzten Konzerte mit Eike Wilm Schulte waren schnell ausverkauft. Die gesamten Einnahmen der Benefiz-Konzerte fließen zu gleichen Teilen an die Martin-Luther-Kirche und den MGV Holthausen.

    Süderländer Tageblatt vom 23.12.2008



    Eike Wilm Schulte und Holthauser Chor

    Festkonzert:

    Innehalten und Hektik ablegen

    Von Claudia Homuth

    Elsetal. Seine tiefe Verbundenheit zum kleinen heimatlichen Elsedorf stellte Eike Wilm Schulte, ständig zwischen den großen Opernbühnen der Welt unterwegs, mit zwei Benefiz-Konzerten unter Beweis.

    Drei Tage vor Weihnachten, mitten im Gastspiel an der Königlichen Oper Covent Garden in London, reiste der Star-Bariton ins regnerische Sauerland, um gemeinsam mit „seinem” Männergesangverein Holthausen zum 50. Geburtstag der Martin-Luther-Kirche zu gratulieren.

    Die Glocken der frisch renovierten Martin-Luther-Kirche riefen Sonntag zur „Elsetaler Weihnacht” zu eineinhalb Stunden der Besinnung ins Gotteshaus. Innehalten können in der Hektik der Vorweihnachtszeit – ein unbezahlbares Geschenk, das Eike Wilm Schulte, der MGV Holthausen (Leitung Herbert Wilberg)und der bewährten Begleitung von Erika LeRoux überreichten. Wobei Erika LeRoux eine renovierte Orgel vorfand, auf der sie „die Tasten eher streicheln als schlagen” musste,wie Pastor Wolfgang Plaga humorvoll anmerkte. Erika LeRoux’ Orgelvariationen zu „Herbei, o ihr Gläubigen” schloss sich eine Caroline bedankte sich bei Schulte mit Blumen. (dia) Kantate zum 4. Advent an. Und bei den „Europäischen Weihnachtsliedern” stellte der Chor erneut unter Beweis, dass er von Friedrich-Wilhelm Figge hervorragend herangebildet wurde und die Qualität der Vorträge unter Herbert Wilberg noch steigern konnte.

    Stehende Ovationen

    „Martin Luther verdanken wir Weihnachtsbaum und Christkind”, rief Eike Wilm Schulte den Zuhörern ins Gedächtnis, dass es Luther war, der empfahl, den immergrünen Tannenbaum als bewusstes Gegenstück zur katholischen Weihnachtskrippe ins Haus zu holen. Auch der „Moderne” zollten die Mitwirkenden Tribut: Irving Berlins „White Christmas” zählte ebenso dazu wie „O Holy Night” des „Komponisten aus der zweiten Reihe”, Adolphe Adam. Seine „Cantique de Noel” übersetzte er – und hier schließt sich der Kreis zur Eike Wilm Schulte – ausgerechnet während seines Wirkens in Covent Garden. Und heute zählt „O Holy Night” zu den meistgesungenen Weihnachtsliedern im englischsprachigen Raum. Und der wiederum ist Eike Wilm Schulte angesichts seiner Gastspiele an der „Met” in New York oder in Neuseeland allerbestens vertraut und fast schon ein drittes Zuhause.

    Die Zuhörer waren restlos begeistert – und dankten mit stehenden Ovationen. Mit einem Schlusswort von Pastor Plaga sowie dem von allen angestimmten „O du fröhliche” ging ein wirkliches Konzert der Besinnung und der Freude viel zu schnell zu Ende.

    Westfälische Rundschau vom 23.12.2008



    Vor 50 Jahren: Einweihung der Martin-Luther-Kirche ST-Auszug vom 1. Dezember 1958



    Kirche im Elsetal hat Zukunft: Ihr Dienst ist unverzichtbar

    Pastor Wolfgang Plaga ehrte drei Holthauser, die dem Elsetaler Gemeindeleben schon 1958 zur Verfügung standen und es heute immer noch tun: Günter Koprek, Friedrich Gohmann und Gerhard Wolf.

    PLETTENBERG "Macht hoch die Tür, die Tor macht weit" - so wird traditionell am ersten Advent das neue Kirchenjahr musikalisch begrüßt.
    Als die evangelischen Christen aus Plettenberg es gestern im zentralen Gottesdienst in der Holthauser Martin-Luther-Kirche anstimmten, waren die Tore aus einem weiteren Grund weit aufgemacht. Bereits der erste Anblick bewies,
    dass es ein Fest werden sollte: die Gläubigen nahmen nicht wie üblich in den Reihen der Kirchenbänke Platz, sondern an feierlich gedeckten Tischen. Der Gemeindebezirk Elsetal erinnerte daran, dass die Martin-Luther-Kirche vor genau 50 Jahren am ersten Advent 1958 als Stätte der Gottesdienste und Zentrum des Gemeindelebens in Dienst genommen wurde.
    Pfarrer Wolfgang Plaga begrüßte an seinem letzten offiziellen Arbeitstag über 200 Gläubige, die im Kirchenschiff, Gemeindesaal und auf der Empore in wohliger, herzlicher Enge zusammen gekommen waren, um "von der alten Erwartung des Advent" ergriffen zu sein. Es solle ein Tag des Erinnerns an die vergangenen 50 Jahre und des adventlichen Mutmachens für das neue Kirchenjahr und die Zukunft "seiner" Martin-Luther Kirche sein. Pfarrer Plaga gestaltete den liturgischen Teil des Festgottesdienstes.
    Als besonderen Gast begrüßte er neben zahlreichen Gästen aus nah und fern Oberkirchenrätin Doris Damke aus Bielefeld. Die Ortsdezernentin des Evangelischen Kirchenkreises Lüdenscheid / Plettenberg überbrachte die Grüße der Evangelischen Kirche von Westfalen. In ihrer Predigt erinnerte Oberkirchenrätin Damke daran, dass 50 Jahre des Holthauser Gotteshauses einerseits eine kleine Zeitspanne in der über 2 000 Jahre währenden Geschichte des Christentums seien, es aber durchaus ein Grund zum Feiern sei, gerade weil die Gemeinde von der Arbeit vor Ort getragen werde und jeder einzelne sich an seine persönlichen Wurzeln erinnern könne. Das Erinnern an einen Kirchenbau sei wie die Adventszeit immer wieder ein Erinnern an den Einzug Jesu Christi. So hatten sich damals Frauen und Männer für den Kirchenbau engagiert, in der Nachkriegszeit, als Plettenberg und die Kirchengemeinden wuchsen, damit der Wunsch nach einem festen Ort des Gemeindelebens größer wurde. Genau wie Jesus bei seinem Einzug in Jerusalem hätten diese Menschen im Kirchenbauverein immer die vier vom Namensgeber der Kirche Martin Luther geprägten Grundsätze vor Augen gehabt: allein die Schrift, allein Christus, allein durch Gnade und allein durch Glauben. Gleichwohl müsse man sehen, dass die Zeiten sich geändert haben. Nicht mehr Wachstum wie damals, sondern schrumpfende Gemeinden forderten veränderte Gegebenheiten und Aufgaben in der Kirche heraus. Und Schrumpfungsprozesse seien immer auch schmerzhaft. Um so mehr freue sie sich, dass das Gemeindeleben in der Martin-Luther-Kirche Zukunft haben solle. Doris Damke nutzte ihren Besuch in Plettenberg, um Pfarrer Wolfgang Plaga einen Brief des Präses zur Verabschiedung in den Ruhestand zu überreichen. Sie sprach damit den nächsten besonderen Termin in der Elsetaler Kirche an: den Verabschiedungsgottesdienst für Wolfgang Plaga am kommenden Sonntag um 14.30 Uhr.

    Im Anschluss an den Gottesdienst erinnerte auch Superintendent Klaus Majoress in seinem Grußwort an die zu Ende gehende "Ära Plaga". Er freue sich, dass auch in Zeiten sinkender Mitgliederzahlen die Wahrnehmung der lebendigen Kirche nicht nachlasse.
    Auch Bürgermeister Klaus Müller bekräftigte, dass in Zeiten des Wandels die Institution Kirche mehr denn je gebraucht werde. Sie sei auch im kommunalen und caritativen Bereich unerlässlich.
    Pfarrer Dietmar Auner als neuer stellvertretender Vorsitzender des Presbyteriums grüßte ebenso wie Christian Holtz, der vor seiner Ordination 1995 zwei Jahre in Holthausen diente und sich gern an die Zeit neben Pfarrer Plaga erinnerte.
    Dessen Vorgänger Reinhard Linke (1973-1979) hatte ein Grußwort gesandt.
    Vor dem gemeinsamen Mittagessen ließ Wolfgang Plaga es sich nicht nehmen, drei Männer zu erwähnen, die dem Elsetaler Gemeindeleben schon 1958 zur Verfügung standen und es heute immer noch tun. Presbyter Günter Koprek war bereits 1958 im Kirchenbauverein aktiv. Friedrich Gohmann hat über viele Jahre kirchenmusikalisch in der Gemeinde gewirkt und Gerhard Wolf war über Jahre immer gern für Pfarrer Plaga zur Vertretung im Predigtdienst tätig. Sie standen stellvertretend für die vielen helfenden Hände, die das 50. Kirchenjubiläum zu einem wahren Fest werden ließen.



    30.11.1958 - 30.11.2008

    50 Jahre Martin-Luther-Kirche

    E I N L A D U N G

    Der Beginn eines neuen Kirchenjahres am 1. Advent hat für den Gemeindebezirk Elsetal der Ev. Kirchengemeinde Plettenberg immer auch erinnernden Charakter.

    In diesem Jahr denken wir zurück an den 1. Advent 1958, als die neu erbaute Martin-Luther-Kirche im Ortsteil Holthausen als ständige Gottesdienststätte in Dienst genommen wurde.
    50 Jahre ist sie nun Mittelpunkt eines vielfältigen Gemeindelebens, das für den Gottesdienst im Alltag Kraft und Impulse bekommt durch die Feier der Gottesdienste, die Mittelpunkt des kirchlichen Lebens sind.

    Die Veranstaltungen in diesem Jubiläumsjahr standen im Zeichen der Vorfreude auf den kommenden 1. Advent, zu dem wir herzlich einladen.

    Wir beginnen das neue Kirchenjahr mit einem festlichen Gottesdienst um 10 Uhr, in dem der CVJM-Posaunenchor Plettenberg und die vor zwei Jahren restaurierte Orgel die musikalischen Akzente setzen und Frau Oberkirchenrätin Doris Damke (Bielefeld) die Adventsbotschaft verkündigt.
    Nach dem Gottesdienst wird zu einem Sekt-/Saft-Empfang geladen, an den sich Grußworte anschließen. Zur Mittagszeit wird ein Imbiss gereicht. Das anschließende Programm endet mit einem (zeitlich offenen) adventlichen Kaffeetrinken.
    Wir freuen uns auf alle, die diesen Tag des Erinnerns und Mutmachens für den weiteren Weg mit uns feiern.

    Wolfgang Plaga, Pfr.
    Im Namen des
    Martin-Luther-Kirchenbezirks
    der Ev. Kirchengemeinde Plettenberg





    Liebe Christinnen und Christen um die Martin-Luther-Kirche zu Plettenberg,

    Sie können ein 50jähriges Jubiläum feiern. In einer Ehe feiert ein Paar dann Goldene Hochzeit. Ein Ereignis, das bei der heutigen Lebenserwartung erfreulicherweise so manches Ehepaar - auch in Ihrer Gemeinde - erreicht. Dann gibt es viel Grund zu danken und zu feiern.
    Nun will ich die 50. Wiederkehr der Einweihung Ihrer Kirche nicht mit einem goldenen Ehejubiläum vergleichen, obwohl sich gewiss auch dazu Anhalt finden ließe.
    Das beiden Anlässen Gemeinsame ist für uns Christen, dass wir darin Zeichen der Güte und des Geleits Gottes entdecken und darum allen Grund finden, unserem Gott von Herzen dafür zu danken, dass er Zeit schenkt und uns durch die Zeit mit seinem Segen geleitet.
    Darum gilt Ihrer Gemeinde eine herzliche Gratulation der Evangelischen Kirche von Westfalen zu diesem Jubiläum, unserem Gott aber Lobpreis und Dank, dass er seine Kirche gründet und erhält.
    Natürlich erinnert dieses Jubiläum angesichts der zwei Jahrtausende umgreifenden Geschichte der christlichen Kirche an eine noch kleine Zeitspanne. Gleichwohl - Sie haben Grund zu feiern und sich dabei Ihrer eigenen Wurzeln und Ursprünge zu erinnern, gerade weil sie sich so anders darstellen als das, was wir heute erleben. Stehen heute Rückbau und Kleinersetzen auf der Tagesordnung vieler Gemeinden, so haben Sie vor fünfzig Jahren gerade das Gegenteil erlebt und verantwortlich gestaltet. Denn Ihre Geschichte geht zurück in die Nachkriegszeit. Da brauchten wachsende Gemeinden ein Zuhause, mit dem sie sich identifizieren konnten, in dem sie Gottes Gute Nachricht hören und immer wieder neu erfahren konnten, dass wir uns einem Gott der Hoffnung und der Zukunft ohne Furcht anvertrauen können. Das Grundstück "Auf der Lied", das 1954 von der Gemeinde erworben wurde, wurde die Grundlage für einen Kirchbau, dessen Grundstein am 1.Dezember 1957 im Elsetal gelegt wurde. Im Juni 1958 wurde Richtfest gefeiert. Am 25. Oktober schon wurden die neuen Glocken vom Bochumer Verein geholt, die dann zum Reformationsfest erstmalig erklangen und die Gemeinde unter Gottes Wort und Verheißung zusammenriefen. Die Bauzeit wurde ohne Unfälle und Schwierigkeiten abgeschlossen. Und am 1. Advent 1958 war es dann soweit. Unter dem Choral "Macht hoch die Tür, die Tor macht weit…" konnte die Gemeinde in ihr neues Gotteshaus einziehen. Bis heute ist es ihr Zuhause in diesem Pfarrbezirk. Und dieses Zuhause hat in seiner Ausgestaltung eine klare Botschaft. Gerade in seinen Fenstern. Die thematische Grundlage, der 46. Psalm, der Reformationspsalm, erinnert sowohl an eine feste Burg als auch an die hochgebaute Stadt, Jerusalem. Zwischen beiden leben wir. Gott ist unsere Zuflucht in allen Nöten, die uns betroffen haben und seine hochgebaute Stadt Jerusalem bleibt unsere Zuversicht, wenn wir zeitlich gehen aber ewiglich auf Gottes Nähe hoffen dürfen.
    Zugleich wird in Ihrer Martin-Luther-Kirche an die Schöpferkraft Gottes erinnert. Sie ordnet die chaotische Welt, bringt sie in Bewegung. Wie gut, dass alles durch das Kreuz Christi in der Mitte des Raumes zusammen gehalten wird. Es hängt über dem Kirchenschiff. Hier sammelt sich die Gemeinschaft derer, die das Schiff, das sich Gemeinde nennt, durch das Meer der Zeit zu bringen und zu steuern haben. Sie können es nur, wenn sie sich von Gottes Wort leiten, von seinem Geist inspirieren und von seinen Zusagen ermutigen lassen. Auch in schwierigen und anstrengenden Zeiten. So bezeugt Ihre Kirche mit ihrer Ausstattung die Botschaft der Bibel von ihrer ersten bis zur letzten Seite, von der Schöpfungsgeschichte bis zur Offenbarung des Johannes.

    Wir freuen wir uns mit Ihnen, dass Sie dieses Jubiläum feiern. In Dankbarkeit gegen Gott und in Zuversicht darauf, dass er uns immer wieder dahin rufen lässt, wo wir seine Nähe spüren, sein Wort hören und uns um seine Sakramente sammeln. Die Martin-Luther-Kirche in Plettenberg-Elsetal möge dazu nach wie vor ein einladendes Haus sein und bleiben.


    Herzlich grüßt Sie im Namen der Evangelischen Kirche von Westfalen

    Ihre



    Oberkirchenrätin und Ortsdezernentin des Ev. Kirchenkreises Lüdenscheid-Plettenberg





    Liebe Gemeindeglieder der Martin-Luther-Kirche in Plettenberg,

    zum 50ig jährigen Jubiläum der Martin-Luther-Kirche in Plettenberg grüße ich Sie im Namen des Ev. Kirchenkreises Lüdenscheid-Plettenberg ganz herzlich und wünsche Ihnen für die Jubiläumsfeierlichkeiten ein segensreiches und gutes Miteinander.

    Sie schauen auf die 50jährige Geschichte der Kirche und der Gemeinde zurück. Es war eine wechselvolle Geschichte. In den Anfängen war sie gekennzeichnet vom Aufbruch der Nachkriegsgeneration, die neue Orientierung suchte. In den Jahren danach hat sich eine lebendige Gemeinde entwickelt, die sich in Gottesdiensten, Gemeindegruppen, in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und in dem Bemühen, Gottes Wort Raum im Leben zu geben, zusammenfand. Heute erleben wir viele Veränderungen. Sinkende Gemeindegliederzahlen und geringer werdende Ressourcen kennzeichnen heute den Weg unserer Kirche in die Zukunft.

    In allen Veränderungen stellt sich Frage nach dem Wesen und dem Auftrag der Kirche Jesu Christi. Jesus sagt in dem Wort der Jahreslosung, die uns durch das Jahr 2008 begleitet (Johannes 14,19): "Ich lebe, und ihr sollt auch leben." Kurz und präzise ist dieses Wort, aber es birgt viel Nachdenkenswertes in sich. Jesus sagt es in den Worten der sogenannten Abschiedsreden des Johannesevangeliums. Voraus geht die Ankündigung, dass die Menschen um ihn herum ihn noch eine kurze Zeit sehen werden, dann aber werden sie ihn nicht mehr sehen. Er wird ihnen den Geist, den Tröster senden, verspricht er, der sie in aller Wahrheit leiten wird.

    Dennoch: Für die Menschen, die ihm vertraut waren, war es unvorstellbar ohne ihn leben zu können. Sie hatten erlebt, wie er ganz anders von Gott redete, als sie es gewohnt waren. Sie hatten gesehen, wie er auf Menschen zuging, von denen sonst keiner mehr etwas wissen wollte. Und sie hatten durch überwältigende Wunder spüren können, dass ihn ihm eine Kraft steckte, die alle menschlichen Grenzen überwand. Jetzt sollte er den Weg ans Kreuz gehen, sich ausliefern in die Hände seiner Feinde. War das nicht das Ende aller Hoffnungen und Träume, Sehnsüchte und Wünsche?

    Carl Amery erzählt in seinem Buch "Das Ende der Vorsehung" über die Jünger Jesu: "Das Fest ist vorüber, der Herr ihres Lebens wurde getötet. Die Seinen aber bleiben zurück, ohne Statut, ohne weltlich brauchbares Recht, ja ohne eine weltlich brauchbare Ethik.... Was die Gemeinde zunächst verbindet, ist ein Antlitz: das Antlitz und Andenken des Meisters. Es bleibt ihnen Mahlgemeinschaft, Oster- und Pfingsterlebnis - und die Hoffnung auf den Tröster, der sie schon lehren wird, was sie in dieser komplizierten Welt verstehen und lernen müssen."

    Verstehen und lernen müssen, dass nicht alles in unseren Händen liegt, vertrauen, dass wir in unserer Begrenztheit nicht alleine sind, das Leben gestalten, auch mit den Unwägbarkeiten, den Abbrüchen und Enttäuschungen - ob es nicht das ist, worauf es ankommt, wenn wir als Kirche den Weg in die Zukunft gehen?

    Jesus ermöglicht Leben, wo wir uns von seinem Geist ergreifen, anstecken lassen. Dem Geist des Gottvertrauens und der Nächstenliebe. Einem Geist, der nicht auf bequeme Wege führt, der sich dem Denken entgegenstellt, das auf eigene Stärke und Kraft baut. Einem Geist, der das Vertrauen auf die Kraft Gottes ermöglicht und damit ungeahnte Kräfte freisetzt.

    Ich wünsche Ihnen in allen Veränderungen auf dem Weg in die Zukunft die Kraft dieses Geistes, der Zukunft verspricht und möglich macht.

    Ihr Klaus Majoress, Superintendent





    Sehr geehrte Damen und Herren,

    die Martin-Luther-Kirche schaut am 1. Advent auf eine 50-jährige Geschichte. Die Ursprün-ge dieses Gotteshauses im Elsetal reichen jedoch um viele Jahrzehnte weiter zurück. In einigen Orten des Elsetales wurden schon wesentlich früher - eher behelfsmäßig - Gottesdienste, Chorproben und andere kirchliche Veranstaltungen in der Holthauser Schule, in Sälen und Wohnräumen abgehalten. Das Anwachsen der Bevölkerung im Elsetal, vor allem durch die Flüchtlingsströme nach dem 2. Weltkrieg, brachte es dann schließlich mit sich, dass das kulturelle und christliche Leben einen erheblichen Aufschwung erfahren hat. Der Wunsch nach einer eigenen Kirche im Elsetal nahm entsprechend immer mehr Gestalt an. Wie ich der Festschrift aus Anlass der Einweihung der Martin-Luther-Kirche entnehme, fand die Gemeinde mit Pfarrer Dr. Litschel, der am 13. Juni 1954 in sein Amt eingeführt wurde, den Seelsorger, der das große Bauvorhaben aus der Gewissheit des Glaubens heraus anpackte und über alle Schwierigkeiten und Widerstände hinweg auch verwirklichte. So konnte schließlich am 1. Adventsonntag des Jahres 1958 nach nur gut 15 monatiger Bauzeit die Martin-Luther-Kirche den Gläubigen übergeben werden. Zähigkeit und Durchhaltevermögen und der Glaube an das Ziel haben dieses neue Gotteshaus schließlich entstehen lassen. Dies ist mehr als Grund genug für mich, der Kirchengemeinde zum 50. Geburtstag ihrer Martin-Luther-Kirche die Glückwünsche des Rates und der Verwaltung der Stadt Plettenberg auszurichten, denen ich mich persönlich anschließen möchte. Damit verbinde ich den Dank für die stets gute Zusammenarbeit in sozialen Angelegenheiten und in der Jugendarbeit.

    Trotz der relativ jungen Geschichte können die Mauern dieses Gotteshauses sicher viel von engagierten Pfarrern und Gemeindemitgliedern erzählen. Ich brauche hier nur an die feierlichen Gottesdienste, Kirchenfeste, Basare und das eine oder andere festliche Konzert zu erinnern. Aber die Mauern können auch viel von menschlichen Schicksalen, von tiefem Leid und großem Glück, von Ängsten und Hoffnungen berichten.

    Denn in der Kirche kommt das zur Sprache, was die Menschen wirklich bewegt; bei vielen wichtigen Ereignissen in ihrem Leben zieht es die Gläubigen in die Kirche. Von der Wiege bis zur Bahre ist das Leben der Christen mit ihrer Kirche verbunden. Wir feiern dort unsere großen Feste wie Taufe und Hochzeit; wir suchen Trost in unserem Leid, wenn ein uns nahestehender Mensch verstorben ist. Wir finden einen Ort für Sorgen und Nöte, unsere Probleme und Fragen. Wir treffen in der Kirche Gleichgesinnte, mit denen wir diskutieren und uns engagieren. Denn das, was der Glaube und die Kirche uns geben, das wollen wir Christen weitertragen, in dem wir uns für andere einsetzen.

    So begleitet die Kirche die Gläubigen durch das ganze Leben.

    Die Kirche als Ort, der Menschen zusammenführt, der sie versöhnt, der ihre existentiellen und Sinnfragen ernst nimmt - sie wird auch im dritten Jahrtausend nach ihrer Gründung eine Aufgabe haben. Und auch die Martin-Luther-Kirche wird eine Zukunft haben, hat sie doch einen engagierten Pfarrer, viele aktive Mitglieder und ist überdies fest im Leben unserer Gemeinde verankert.

    Ich jedenfalls hoffe, dass wir Ihr nächstes Jubiläum mit gleicher Zuversicht feiern können, und wünsche allen Gottes Segen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Klaus Müller
    Bürgermeister




    Ihr lieben Holthauser

    Zu Eurem Jubiläum 50 Jahre Martin-Luther-Kirche grüße ich Euch herzlich und freue mich mit Euch für das Geschenk der Kirche über einen so langen Zeitraum. Von 1973 bis 1979 durfte ich in der Martin-Luther-Kirche auf der Kanzel stehen und Euch die Botschaft Gottes zum Heil der Menschen verkündigen. Manche Gemeindeglieder stehen mir noch vor Augen und manche Freundschaften verbinden mich, meine Frau und unsere Familie bis heute mit der Holthauser Gemeinde. Die seelsorgerlichen Aufgaben haben mich als jungen Theologen herausgefordert, und ich danke all denen, die mir damals ratend und helfend zur Seite gestanden hatten. Die Begegnung mit Menschen aller Generationen hat mich zu der Zeit geprägt und einen tiefen Eindruck auf mich hinterlassen. Dankbar schaue ich auf die Zeit in Holthausen zurück.
    Für die Umbrüche in der Gemeinde und die Herausforderungen, vor denen die Kirche steht, wünsche ich den Verantwortlichen viel Weisheit von Gott, die Freude an der Aufgabe, Zuversicht für die zu gestaltende Zukunft, Gottes Segen und seine spürbare Nähe in allem weiteren Wirken.

    In Verbundenheit




    Gospelzug donnerte durch das Kirchenschiff

    Lebensfreude pur! Der Chor "Sound of Voice" brachte am Sonntagabend jede Menge Schwung in die evangelische Martin-Luther-Kirche in Holthausen. Und es brachte den Gospel, die gute Nachricht, nach Plettenberg. "Dies ist ein Konzert für alle, die jung sind, ob vom Alter oder im Herzen", lacht Pfarrer Wolfgang Plaga, der sich über eine vollbesetzte Kirche freuen konnte.

    Das Konzert des Lennestädter Chors unter der Leitung von Ulrike Wesely, der zum ersten Mal zu Gast in Plettenberg war, begann mit einem A-capella-Teil aus Pop, Jazz und Gospelliedern. "Good News" wurde gefolgt von "Mercy", in dem Melanie Poguntke-Beier ein melodisches Solo präsentierte. Spritzig kam "I'm walking" daher und mit dem Lied "Jubilate" brachte der Chor nicht nur der Martin-Luther-Kirche anlässlich ihres 50. Geburtstags ein Ständchen, sondern dankte auch für diese Zeit, in der viele Generationen Gottesdienste und Gemeindeleben erfahren durften.
    Chormitglied Pfarrer Martin Behrensmeyer war vor rund 20 Jahren in Plettenberg und auch oft in der Martin-Luther-Kirche. Er erinnerte sich noch gut an die Zeit, bevor er nach Lennestadt übersiedelte.
    In "This little light of mine" gab Christine Schmidt ein schönes Solo und Jutta Kunze überzeugte mit einer vielseitigen Stimme als Solistin in dem Lied "Light a candle in the dark".

    Nach dem A-capella-Teil wurde der Chor von Joe Baker (Piano/ Gitarre), Martin Berens (Schlagzeug) und Reinhard Wesely (Bass) begleitet. Das Stück "In your eyes" haben Chorleiterin Ulrike Wesely und ihr Mann Reinhard Wesely selbst komponiert. Es thematisiert die Liebe zu Gottes Kindern, die jeden Tag ein Geschenk sind und das Leben besonders machen. "Sing a simple song" und das Solo von Jutta Kunze sowie Melanie Poguntke-Beier in "The Rose" waren ebenso gefühlvoll wie das etwas andere Lied aus Südafrika, "Ayangena", in dem Dorothee Konz mit viel Sprachgefühl überraschte. "Hail the holy queen" bildete dann den Abschluss vor der kurzen Pause.
    In ferne Länder entführte anschließend das russische Lied "Tebje Pajom" und aus dem Musical "Daniel" stammte "Gott hat mir längst einen Engel gesandt". Ein weiteres Stück aus der Feder der Familie Wesely war "A new Day" und in jedem neuen Tag einen Hoffnungsschimmer sieht.
    Nach dem Lied "Heavenly day" widmete der Chor Pfarrer Wolfgang Plaga das Stück "The Lord is my Shepard", da er am ersten Advent in den Ruhestand gehen wird. Für seinen Abschiedsmonat wünschte ihm der Chor alles Gute und noch viele schöne Tage.


    Besonders schön waren im folgenden Lied "May the lord send angels" nicht nur die Soli von Dorothee Konz und Willi Ridder, sondern auch die Cello-Darbietung von Ulrike Wesely. Joe Baker sang sein selbst geschriebenes Lied "Lord, if I ever" und begeisterte das Publikum. Bei "This Train" traute sich das Publikum langsam auch ein wenig mehr und nahm auf Aufforderung der Chorleiterin an den Bewegungen zur Untermalung des Gospelzuges teil.
    "Stand up", ebenfalls ein Stück des Ehepaars Wesely, brachte gegen Ende noch einmal richtig Schwung in die Kirche und "Sweet Land" bildete einen bewegenden Abschluss mit Gesang von Joe Baker und Ulrike Wesely am Cello. Als Zugabe kam für das begeisterte Publikum noch einmal der Gospelzug zurück und Joe Baker gab bei "This Train auf der Mundharmonika noch einmal alles, ebenso wie Jutta Kunze in ihrem Solo.



    Uwe Lal nahm Kinder und Eltern mit auf eine Reise in die bunte Liederwelt

    Seine Lieder erzählten von der Vielseitigkeit der Menschen, Schneckenrennen im Garten und vom christlichen Glauben, der wie eine kleine Pflanze wächst. Doch nicht nur die Kinder hatten bei der Reise in die bunte Liederwelt einen Riesenspaß, auch die Eltern sangen laut mit, klatschten und tanzten. Die Martin-Luther-Kirche war am Samstag erfüllt von Bewegung und Gesang.
    Uwe Lal, der eine pädagogische und theologische Ausbildung abgeschlossen hat, war jahrelang in der hauptamtlichen Jugendarbeit tätig und hat seit 1993 sein Hobby zum Beruf gemacht. Auch wenn er zunächst für Erwachsene komponierte, wurde ihm schnell klar, dass es ihn erfüllt, wenn Kinderaugen durch seine Lieder strahlen und seine jungen Zuhörer begeistert mitmachen. "Es macht einfach so viel Spaß für Kinder zu singen und die tollsten Geschichten in meinen Liedern zu erzählen", freut sich Uwe Lal, der mittlerweile rund 2 200 Konzerte gegeben hat.
    Von seinem Können ist auch die evangelische Gemeinde der Martin-Luther-Kirche überzeugt. "Wir haben Uwe Lal bereits zweimal mit seinem Adventsprogramm nach Plettenberg eingeladen - und auch in diesem Jahr begeistert er alle, egal ob groß oder klein", erzählt Pfarrer Wolfgang Plaga und weiß, dass das 50-jährige Kirchenjubiläum am 30. November durch Konzerte gerahmt werden soll - auch für Kinder.
    Und da Martin Luther seinen Namen nicht von ungefähr erhielt, durfte die St. Martins-Geschichte in der Jubiläumszeit natürlich nicht fehlen. So erzählte Uwe Lal in der zweiten Hälfte seines Konzertes die Geschichte von dem Mann, der einem Bettler seinen halben Mantel schenkte. Die Martin-Luther-Kirche war dazu abgedunkelt worden und eine Kulisse, die mit Schwarzlicht angestrahlt wurde, verwandelte sich mit bunten Häusern und Figuren in die leuchtende Welt des St. Martin. Die Kinder, die bei ihren Eltern saßen, lauschten der Geschichte mit der ungewöhnlichen Kulisse fasziniert. Sie sangen begeistert neue und bekannte Laternenlieder mit, während die Holthauser Kirche sich in ein Lichtermeer aus Martinslaternen verwandelte und einen wundervollen Abschluss für einen aufregenden Nachmittag bildete.



    Letzte Aktualisierung: 21. Januar 2009 Online seit 25. Juli 2003
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